EMV-Grundlagen

Um die geeigneten (Entwickler-) Maßnahmen treffen zu können, ist es auch erforderlich die physikalischen Grundlagen zum Beispiel der Beeinflussungsarten (Kopplungswege) zu kennen. In der Regel finden die Störungen mehrere unter Umständen auch frequenzabhängige Kopplungswege, so daß man sich für ein dominierendes Kopplungs-modell entscheiden muß.

Dem Leiterplattendesigner werden die qualitativen Aussagen bei den EMV-Grundlagen vollauf genügen. Die Kenntnis dieser Grundlagen geben die nötige Sicherheit im Umgang mit den EMV Layout-Maßnahmen.

Elementare Kopplungen

Als elementare Kopplungen bezeichnen wir Beeinflussungen, die auf jeweils eine physikalische Ursache zurückzuführen ist. Dies sind:.

Wie immer auch die elektromagnetische Beeinflussung sein mag, sie beruht immer auf der Wirkung von elektrischen und/oder magnetischen Feldern. Die Kopplung von Störquelle und Störsenke - also der Kopplungsweg, ist immer bestimmt durch die Ausbreitung der jeweiligen Felder.

Für die gezielte Bekämpfung einer drohenden, unzulässigen Beeinflussung ist es wichtig die Natur der Felder und ihre Ausbreitung genau zu kennen. Die Stärke eines Kopplungsweges (oder kurz: Kopplung) ist überdies frequenzabhängig.

In der Regel sind in einem realen elektrischen bzw. elektronischen System fast alle möglichen Kopplungen auch wirksam: kombinierte Kopplung. Durch geometrische Anordnungen der Leiter und die Frequenzabhängigkeit können jedoch einzelne Wirkungsmechanismen - die elementaren Kopplungen - in bestimmten Frequenzbereichen dominieren, während andere unter die meßtechnische Nachweisgrenze rutschen.

EMV-ÜbersichtGalvanische Kopplung