Kontaktwiderstände

Bei jedem Übergang von einem Material zu einem anderen treten Nichtlineariäten auf, d.h. die Strom-Spannungskennlinie ist nicht linear.

Nichtlinearitäten erzeugen unerwünschte Frequenzen (Oberwellen) und demodulieren amplitudenmodulierte Hochfrequenzsignale (Transformation Hf ® Nf ). In der Regel ist der Effekt so klein, daß er unter der Nachweisgrenze liegt.

Bei korrodierten Kontakten jedoch lassen sich diese Effekte nicht nur nachweisen, mitunter können sie sich als Störung bemerkbar machen.

 

Beispiel mit radialem Sieb-Elko C1

 

Abbildung —6

Durch die verwendeten 45° Winkel im Schaltplan bei C1 und U1 soll auf die strenge Entkopplung von Siebkreis und Regelkreis hingewiesen werden

 

 

 

 

Abbildung —7: richtig !

und bei doppel und/oder mehrlagiger Leiterplattenkonstruktion können die Schleifenflächen noch weiter verkleinert werden.
Räumliche Trennung von Sieb- und Regelkreis vermindert darüber hinaus die kapazitive und induktive Beeinflussung

Abbildung —8: falsch !

Der Brückengleichrichter sitzt zu dicht an C3, dadurch ist eine Kopplung des Eingangskreises (hohe impulsförmige Ladeströme) und des Siebkreises (ebenfalls hohe impulsförmige Ladeströme) auf den Regel- und Lastkreis möglich.

Kapazitive Kopplung

Voraussetzung: Störquelle zwischen zwei Leiterflächen mit Spannungsquelle und Innenimpedanz einerseits und die Störsenke zwischen zwei Leiterflächen mit einer Innenimpedanz.

 

 

Die jeweiligen Bezugspotentiale sind im allgemeinen Fall über eine Impedanz verbunden.
Sonderfall: Gemeinsames Bezugspotential.

Gegenmaßnahmen:

  • dU/dt der Störquelle klein halten.
  • Störsenke niederohmig halten.
  • Störsenke mit hohen Störabständen aufbauen.
  • Abstand zwischen Quelle und Senke erhöhen.
  • Vermeidung einer Parallelführung.
  • Symmetrierung.
  • Schirmungsmaßnahmen

 

EMV-ÜbersichtInduktive Kopplung