Induktive Kopplung

Voraussetzung: Störquelle in Form eines Stromkreises, dessen veränderlicher Strom einen magnetischen Fluß erzeugt und die Störsenke in Form eines Stromkreises, in dem eine Spannung induziert wird.

Abbildung —11

Modell für die induktive Beeinflussung

Der Strom I1 erzeugt längs des Leiterkreises 1 die magnetische Induktion B, deren Feldlinien den stromlosen Leiterkreis 2 teilweise durchsetzen. Ändert sich B, so wird im Leiterkreis 2 eine Spannung induziert. Durch die Impedanz Z2 ergibt somit der Störstrom Is1

.Die Richtung des induzierten Stromes ist stets so gerichtet, daß er die Ursache zu hemmen versucht (Lenzsche Regel).

Abbildung —12: Modell für die induktive Beeinflussung strombehafteter Störsenken mit Kompensationen

oben: Kompensation bzw. Überkompen sation durch die Richtung von I2. Keine geometrische (Symmetrie-) Kompensation

unten: Keine Kompensation durch I2 (zu weit von I1). Teilweise Symmetrie- Kompensation durch die Leiterschleife links

Abhängigkeiten:

B ~ I1 und B ~ 1/r ( r Abstand vom Leiter 1) und somit wird der Störstrom:
1) größer, wenn der Ursachentrom I1 größer wird
2) größer, je dichter der Kreis 2 an 1 anliegt.
3) größer, je kleiner Z2 wird.

Gegenmaßnahmen:

EMV-ÜbersichtWellenkopplung